Az a nyár, amikor bárcsak nekünk is ilyen vízipisztolyunk lett volna

Der Sommer, in dem wir uns wünschten, wir hätten auch so eine Wasserpistole gehabt

Es gibt einen Sommer, an den ich mich bis heute noch ganz genau erinnere.

Nicht, weil wir in jenem Sommer an einen besonders weit entfernten Ort gereist wären. Nicht, weil wir an diesem Tag einen besonders sorgfältig geplanten Ausflug gehabt hätten. Im Gegenteil: Die Wahrheit ist, dass wir an diesem Tag ursprünglich eigentlich irgendwo weiter weg hinfahren wollten.

Ich erinnere mich daran, dass Mama damals ihren seltenen freien Tag zu Hause verbrachte. Seit dem Morgen hatte sie sich schon fertig gemacht und gesagt, bei so schönem Wetter könnten wir doch wirklich irgendwo zusammen hingehen. Ein kleiner Familienausflug. Für mich und meinen kleinen Bruder war das völlig genug. Kaum hatten wir gehört, dass wir „irgendwohin gehen“, waren wir sofort aufgeregt.

Als Kind klang so etwas immer nach Abenteuer. Vielleicht fahren wir weit weg. Vielleicht gibt es Eis. Vielleicht sitzen wir lange im Auto und können dann den ganzen Tag an einem völlig neuen, unbekannten Ort herumlaufen.

Mein Vater war allerdings ein ganz anderer Typ Mensch.

Er spielte sehr gern und konnte auch gut spielen. Gleichzeitig war er jemand, der, wenn etwas auch einfacher zu lösen war, ganz sicher nicht den komplizierteren Weg wählte. An diesem Tag schaute er aus dem Fenster in die gleißende, heiße Sonne, dann sah er zu Mama, die schon begann, die üblichen Dinge zusammenzupacken: Handtücher, Trinkflaschen, Essen, Sonnencreme, Wechselkleidung und noch unzählige Kleinigkeiten, für die man „vielleicht brauchen wir’s ja“ sagte.

Mein Vater betrachtete diesen immer größer werdenden Stapel ein paar Sekunden lang schweigend.

Dann sagte er ganz natürlich:

„Wozu so weit fahren? Die Wiese hier in der Nähe ist doch völlig gut.“

Mama sah ihn an.

Diesen Blick verstand ich damals noch nicht. Heute schon. Er bedeutete ungefähr: du bist einfach nur zu faul, all das zu schleppen.

Papa brachte es jedoch überhaupt nicht aus der Fassung, dass er ertappt worden war. Im Gegenteil, er stand auf, schlug die Hände zusammen, als wäre ihm gerade eine geniale Idee gekommen, und sagte:

„Kommt, wir spielen Krieg.“

Als ich das hörte, war ich ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht.

Als Kind klang das Wort „Krieg“ zwar spannend, aber ich dachte, am Ende würde es doch nur ein ganz einfaches, etwas kindisches Spiel sein. Er rennt, wir rennen, dann sind alle müde, und Schluss. Mein kleiner Bruder war natürlich sofort begeistert und fragte schon hüpfend:

„Darf ich der Kapitän sein?“

Mama legte inzwischen die Sachen wieder zurück, die sie wenige Minuten zuvor noch sorgfältig vorbereitet hatte, und sagte halb lächelnd, halb ergeben nur:

„Euer Vater will einfach nicht so viel mitnehmen.“

So machten wir uns schließlich auf den Weg zu der nahen Wiese.

Eigentlich war gar nichts Besonderes daran. Es gab keine schöne Aussicht, keinen berühmten Park, keinen See, nichts von alledem, von dem man denken würde, dass es später einmal zu einer Erinnerung wird. Es war nur eine einfache Wiese mit ein paar Bäumen, schwerer, heißer Sommerluft und diesem gleißenden Nachmittagslicht, das auf den Grashalmen glitzerte.

Papa holte irgendwo ein paar kleine Wasserpistolen hervor und gab eine mir, eine meinem kleinen Bruder. Ich erinnere mich, dass es ganz einfache Dinger waren. Klein, leicht, genau so, dass ein Kind sie bequem in der Hand halten konnte. Wir füllten sie mit Wasser, und an große Pläne dachten wir da noch gar nicht. Wir wollten spielen, und das reichte schon.

Mein kleiner Bruder war sehr schnell völlig in seinem Element. Mit seiner kleinen Wasserpistole in der Hand versteckte er sich hinter einem Baum und spähte von dort hervor, als wäre er auf einer geheimen Mission. Ich tat zwar noch so, als wäre das alles ein bisschen kindisch, aber tatsächlich rannte ich nach ein paar Minuten schon mit ihm zusammen herum.

Am Anfang war alles einfach.

Ich und mein kleiner Bruder bespritzen uns mit unseren kleinen Wasserpistolen, dann taten wir uns manchmal zusammen und versuchten gemeinsam, Papa zu treffen. Papa lachte anfangs nur, wich aus, sprang zur Seite und tat so, als hätten wir ihn tatsächlich in die Enge getrieben. Und wir wurden immer selbstsicherer. Wir glaubten, wir hätten die Oberhand. Wir waren so stolz auf uns, als könnten wir ihn an diesem Tag wirklich besiegen.

Doch genau in dem Moment, als wir es fast schon glaubten, zog mein listiger Vater plötzlich irgendwoher eine riesige Wasserpistole hervor.

Die war nicht mehr wie unsere.

Kein kleines, leichtes, harmloses Spielzeug.

In diesem Moment sah diese Wasserpistole aus wie die letzte Waffe eines Superschurken.

Ich erinnere mich noch immer an dieses Bild. Papa stand dort im Gras, in der Hand die große Wasserpistole, und auf seinem Gesicht dieses zufriedene, leicht boshaft wirkende Lächeln, das sagte: na also, jetzt seht ihr, wer der wahre Gegner ist.

Im nächsten Moment drückte er den Abzug.

Ich und mein kleiner Bruder schrien gleichzeitig auf und begannen zu fliehen, wohin wir auch konnten.

Der Wasserstrahl war stark und schnell, überhaupt nicht zu vergleichen mit unseren winzigen Wasserpistolen. Eben noch hatten wir uns für mutige Kämpfer gehalten, doch in diesem Moment waren wir völlig erledigt. Wir rannten, lachten, duckten uns hinter den Baum und spähten dann wieder hervor, um zu sehen, ob der „große Superschurke“ uns wohl noch verfolgte.

Mein kleiner Bruder war am lustigsten. Während er floh, schrie er aus voller Kehle:

„Das ist Betrug! Papa schummelt!“

Papa lachte nur noch lauter. Er hob die große Wasserpistole extra hoch und rannte uns hinterher, während er rief:

„Gebt ihr auf? Na, gebt ihr auf?“

Ich erinnere mich daran, dass wir an diesem Nachmittag wirklich vor ihm davonrannten wie zwei besiegte kleine Soldaten.

Die Wiese war voller unserer Fußspuren. Unsere Kleidung war durchnässt. Unsere Haare waren zerzaust. Mein kleiner Bruder rannte so schnell, dass er fast einen seiner Slipper verloren hätte. Mama stand ursprünglich am Rand und sagte, sie spiele nicht mit. Aber als sie sah, dass Papa uns völlig nass machte, hielt auch sie es schließlich nicht mehr aus. Sie stieg mit ein, um uns zu helfen, Papa zu besiegen.

Doch selbst mit Mama zusammen konnten wir diesen großen Wasserpistolen-Superschurken nicht besiegen.

An diesem Nachmittag haben wir sehr laut gelacht.

Nicht so, wie man auf einem Foto lächelt. Nicht schön, nicht höflich, nicht zurückhaltend. Sondern richtig. So, dass man kaum Luft bekommt, der Bauch vom Lachen weh tut, das T-Shirt nass ist, die Haare unordentlich sind und es irgendwann niemanden mehr interessiert, wer gewonnen hat.

Seitdem sind viele Jahre vergangen.

Ehrlich gesagt erinnere ich mich aus jenem Sommer an vieles nicht mehr. Ich weiß nicht, was wir an dem Abend gegessen haben. Ich weiß nicht mehr, welche Kleidung ich anhatte. Ich erinnere mich auch nicht daran, ob wir in dieser Woche am Ende doch irgendwo weiter weg hingefahren sind.

Aber an diesen Nachmittag erinnere ich mich.

Ich erinnere mich an das starke Sonnenlicht.

Ich erinnere mich an den Geruch des Grases.

Ich erinnere mich daran, wie mein kleiner Bruder beim Rennen geschrien hat.

Und ich erinnere mich an meinen Vater, der sonst so bequem, ein bisschen faul sein konnte, an diesem Tag aber mit einer riesigen Wasserpistole in der Hand über die Wiese hinter uns herjagte, als wäre er wirklich der Superschurke einer spielerischen Schlacht.

Als Erwachsene verstehen wir langsam, dass Kinder oft nicht das bewahren, was wir Erwachsenen für wichtig halten.

Nicht unbedingt die teure Reise.

Nicht unbedingt das perfekt organisierte Programm.

Nicht unbedingt, dass alles genau so lief, wie wir es geplant hatten.

Manchmal merken sie sich nur einen ganz gewöhnlichen Nachmittag.

Dass Papa an diesem Tag es nicht eilig hatte, nirgendwohin, sondern einfach nur mit ihnen spielen wollte.

Dass Mama sagte, sie mache nicht mit, und dann doch lachend in die Schlacht einstieg.

Dass du und dein kleiner Bruder euch zusammengetan habt, aber selbst dann diesen wie einen Superschurken wirkenden Vater nicht besiegen konntet.

Für einen Erwachsenen war das vielleicht nur ein fauler Nachmittag, an dem wir am Ende nicht weit weggefahren sind.

Für ein Kind aber vielleicht ein Sommer, der ein ganzes Leben lang hält.

Deshalb ist das Erste, was mir jetzt, wenn ich diese elektrische Wasserpistole sehe, in den Sinn kommt, diese grüne Schlacht von vor vielen Jahren.

Und ich denke unwillkürlich:

Wenn ich und mein kleiner Bruder damals nicht diese kleinen Wasserpistolen in der Hand gehabt hätten, sondern so eine elektrische Wasserpistole, hätten wir an jenem Tag vielleicht endlich eine Chance gehabt, diesen listigen, großen Wasserpistolen-Superschurken zu besiegen, den wir Papa nannten?

Natürlich weiß ich heute schon, dass es eigentlich gar nicht darauf ankam, ob wir gewonnen haben oder nicht.

Wichtig war, dass dieser Nachmittag passiert ist.

Diese Wiese, dieses Lachen, diese nasse, etwas chaotische, aber dennoch glückliche Wasserschlacht. Und dieser Vater, der heimlich eine große Wasserpistole hervorholte und uns dann zufrieden damit im Kreis jagte.

Vielleicht werden sich Kinder auch in vielen Jahren nicht daran erinnern, wie weit wir sie irgendwohin mitgenommen haben.

Sondern an jenen einen Tag, an dem wir die Sorgen der Erwachsenen wirklich beiseitegelegt und von Herzen mit ihnen gespielt haben.

Wenn du diesen Sommer ebenfalls mit deiner Familie so eine Erinnerung schaffen möchtest, brauchst du vielleicht gar keine großen Pläne.

Vielleicht reichen eine gute Wasserpistole, ein wenig Sonne, ein paar lachende Menschen und ein Nachmittag, aus dem später eine Geschichte wird.

 


Wenn mein kleiner Bruder und ich damals so eine elektrische Wasserpistole in der Hand gehabt hätten, hätten wir Papa vielleicht endlich gemeinsam besiegen können, der uns damals mit seiner großen Wasserpistole wie ein echter Superschurke über die Wiese jagte.

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Mache diesen Sommer zu mehr als nur einer einfachen Wasserschlacht.
Mach daraus eine Geschichte, an die ihr euch auch in Jahren noch mit einem Lächeln erinnert.

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